
Wirtschaftszweige (engl.: Industry Classes) bezeichnen eine Summe von Branchen, die ähnliche Tätigkeiten ausüben bzw. gleiche Dienstleistungen erbringen.
Die aktuelle Klassifikation der Wirtschaftszweige stammt aus dem Jahr 2008 (WZ 2008) und berücksichtigt dabei die Vorgaben zur Systematisierung der Europäischen Gemeinschaft (NACE REV 2). Der Aufbau ist in fünf Ebenen unterteilt:
Insgesamt gibt es 21 Wirtschaftszweige, darunter finden sich zum Beispiel die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, Bergbau/Energie und Wasserversorgung, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel, Verkehr und Nachrichten oder auch Banken und Versicherungen.
Der NACE (franz.: Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) CODE definiert und klassifiziert die Wirtschaftsklassen. Informationen dazu, welcher Nace Code für die jeweiligen Unternehmen der passende ist, findet man auf der Seite des Statistischen Bundesamts .
Mithilfe der Klassifizierung von Unternehmen in Wirtschaftszweige lassen sich relevante Statistiken entwickeln. So lässt sich ablesen, wie sich bestimmte Branchen ökonomisch entwickeln. Daraus lassen sich wiederum Förderungsmaßnahmen ableiten und Investitionen anstreben. Das Baugewerbe ist ein sehr dominierender Wirtschaftszweig: Rund 885.000. Beschäftigte (Statista, 2020 ) zählt die Baubranche bereits, fast sechs Prozent der gesamten Wertschöpfung erbringt das Baugewerbe in Deutschland.